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Kreuzfahrt mit der Stella Australis

Die Reise mit der Stella Australis führt in eine der entlegensten Gegenden unserer Erde – ein Labyrinth aus Fjorden, die sich durch die majestätischen Bergketten mit schnee- und gletscherbedeckten Bergkuppen schlängeln. Pinguine, Kormorane, dicht bewachsene Landschaften sowie der südlichste Punkt vor der Antarktis – Kap Hoorn, ein einzigartiges Abenteuer. Die Fahrt mit einem der beide Boote von Australis ist von Ushuaia nach Punta Arenas oder in umgekehrter Richtung möglich sowie als Rundfahrt von und bis nach Ushuaia bzw. Punta Arenas. Die Stella Australis hat 5 Decks und bietet Platz für ca. 210 Passagiere. Verschiedene Lounges sorgen aber dafür, dass man überall ein ruhiges Plätzchen finden kann, um die vorbeiziehende Natur zu genießen. Eine gut ausgestattete Bar, das Frühstücks- und Mittagsbuffet sowie das 4-Gänge Menü am Abend sorgen für gastronomische Abwechslung. Täglich werden verschiedene Exkursionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten, die am Vorabend ausführlich erläutert werden. Die anspruchsvollen Wanderungen sind bei durchschnittlicher Fitness problemlos machbar. Zusätzliche Vorträge und Dokumentarfilme komplementieren den Charakter einer Expeditionskreuzfahrt.

Programm Fjorde des Feuerlandes – 5 Tage/4 Nächte

Tag 1: Ausschiffung in Punta Arenas

Im Hafen von Punta Arenas wartet die Stella Australis neben ihrem Schwesterschiff Ventus Australis bereits auf die Ausfahrt. Am 03. Februar um 18 Uhr ist es dann soweit. Nachdem alle Gäste an Bord gegangen und die äußerst geräumigen Kabinen bezogen haben, werden bei einem Begrüßungstoast der Kapitän und die Crew des Schiffs sowie das Expeditionsteam für die nächsten Tage vorgestellt. Pünktlich um 20 Uhr werden die Seile losgelassen und Punta Arenas verschwindet langsam aber stetig aus dem Sichtfeld. Beim Abendessen wird jeder Gast seinem spezifischen Tisch mit verschiedenen Mitstreitern aus teils anderen Nationen für die nächsten Tage zugewiesen, die einen bei allen Mahlzeiten begleiten sowie auch beim täglichen Quiz eine Einheit bilden. Der erste Tag neigt sich nun auch schon dem Ende und einer ruhigen Nacht in der Kabine steht nichts im Wege.

Tag 2: Ainsworth Bay – Tucker Inseln

Der zweite Tag und erste Exkursionstag startet patagonisch authentisch sehr regnerisch und wolkenverhangen. Nichtsdestotrotz ist der erste Landgang mit den Zodiacs ein gelungener Auftakt. Gemeinsam mit dem Guide erkunden wir die Ainsworth-Bucht. Ich entscheide mich für die mittel-schwere Wanderung, welche dem Rand einer Gletschermoräne folgt. Aufgrund des schlechten Wetters ist die Darwin-Kordillere nur entfernt zu erahnen, aber es werden uns spannende Informationen zu Flora und Fauna der Region gegeben. Nach dem Mittagessen erreichen wir die Tucker-Inseln, die wir per Zodiac erkunden und sowohl eine Magellanpinguin-Kolonie als auch verschiedene Vogelarten, darunter Kormorane, Austernfischer, chilenische Skuas, Magellengänse, Blutschnabelmöwen und Adler sehen. Am Abend bereitet ein Vortrag zur Glaziologie in Patagonien auf den darauffolgenden Ausflug am nächsten Tag vor. Wer nach einem informationsreichen Tag noch mehr Einblick erhalten möchte, kann sich den gezeigten Dokumentationsfilm anschauen.

Tag 3: Ballenero und O’Brien Kanäle – Pía Fjord und Gletscher – Gletscher-Allee

In der Nacht kann es ein wenig schaukeliger auf dem Boot sein, da der südlichste Teil Feuerlands umfahren wird, kurz der Pazifische Ozean gestreift wird, um dann in den Ballenero-Kanal zu navigieren. Die Meerestraße trägt diesen Namen, da der Kapitän Fitz Roy hier sein Walfangschiff verlor, welches von den Ureinwohnern entwendet wurde. Der heutige Landgang führt zum beeindruckenden Pía-Gletscher. Nach dem Verlassen der Zodiacs bietet sich bereits ein außergewöhnliches Naturspektakel. Ein gewaltiger Eisbrocken bricht aufgewärmt durch die Mittagssonne ab und löst ein lautes Krachen und eine tsunamiartige Welle aus – ein absoluter Gänsehautmoment. Bei einer kurzen Wanderung erhalten wir fantastische Panoramablicke, nun immer in Erwartung weiterer abbrechender Eisblöcke. Nachdem ausreichend Fotos beim Aussichtspunkt geschossen wurden, können wir noch für eine Zeit am „Strand“ verweilen und begeben uns gerade in dem Moment in die Zodiacs als ein erneutes Krachen das Abbrechen eines Eisbrockens untermalt. Meist ist es jedoch schon zu spät, wenn man durch die Geräuschkulisse zusammenzuckt. Zurück auf dem Schiff werden wir heute Zeuge der Gletscher-Allee, ein Gebiet mit imposanten Gletschern, die ihre Eismassen von der Darwin-Kordillere an der Nordküste bis ins Meer schieben. Die Gletscher tragen die Namen der Herkunftsländer der Seefahrer, die sich in dieser entlegenen Gegend auf Erkundungstour begaben: Romanche, Alemania, Francia, Italia und Holanda. Während dieser Navigation werden in der Darwin-Lounge zu passender Musik leckere Snacks serviert. Imposante Gletscher ziehen an uns vorbei und es wird klar, welche gewaltigen Eismassen in dieser Gegend zugegen sind.

Am Abend werden Informationen zum bevorstehenden Landgang bei Kap Hoorn gegeben, dem Highlight der Reise, welchem viele entgegen fiebern. Einige der Gäste beschert dies bereits einen zweiten Aufenthalt in dieser Gegend, da das Wetter unberechenbar ist und bei zu hohem Wellengang leider kein grünes Licht gegeben werden kann.

Tag 4: Kap Hoorn – Wulaia Bucht

Früh am Morgen durchfahren wir die Nassau-Bucht und nähern uns dem südlichsten Punkt der Reise: Kap Hoorn, ein 425m hoher, fast senkrechter Felsabbruch. Nachdem ein Zodiac mit dem Team einen Probelandgang ausgeübt hat, kommt die glückliche Nachricht: Ja, wir werden heute eine der wenigen Personen sein, die das Glück haben bei Kap Hoorn an Land zu gehen. Zunächst besuchen wir das Monument Kap Hoorns sowie den Leuchtturm, der von einer chilenischen Familie der chilenischen Navy betrieben wird, welche für ein Jahr im benachbarten Haus lebt. Ebenso gibt es die kleine Kapelle Stella Maris. Nach dem erfolgreichen Landgang wird nach dem Frühstück ein eindrucksvoller Dokumentarfilm über die Antarktis Expedition von Shackleton gezeigt.

Am Nachmittag setzt das Schiff in der berühmten Wulaia-Bucht Anker, ein eindrucksvoller landschaftlicher und historischer Ort. In dieser Bucht befand sich eine der größten Siedlungen der Yámanas. Eine typische Behausung der Yámana sowie die alte Funkstation, welche durch Australis als Museum umfunktioniert wurde, zeugen davon. Eine Wanderung durch das dicht bewaldete Gebirge vorbei an Biberdämmen, die sich mittlerweile zu einer Plage entwickelt haben, führt an einen höher gelegenen Aussichtspunkt mit herrlichem Blick über die Bucht.  Das Abenteuer Feuerland-Kreuzfahrt neigt sich nun so langsam dem Ende. Nach dem letzten Abendessen werden bei einem Abschiedstoast die Flagge sowie die Karte der Navigation versteigert. Am Abend nähert sich das Schiff dem Ziel der Reise: Ushuaia, eine der bedeutendsten Städte Feuerlands mit knapp 60.000 Einwohnern.

Tag 5: Ankunft in Ushuaia

Nach einem letzten Frühstück an Bord heißt es Abschied nehmen von der Crew, den neu gewonnenen Freunden und einer spannenden Reise.

Mein Bericht hat bei dir Interesse an dieser besonderen Kreuzfahrt geweckt? Schreibe uns eine Email an info@mio-tours.de und profitiere von unserer Reisekenntniss! Wir beraten dich gern zu passenden Terminen sowie Vor- und Nachprogrammen!

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2 Kommentare

  • Antworten - Mexico Mio 23. August 2018 at 15:08

    […] nach Aregentinien in der Hand. Am Südzipfel Südamerikas angekommen, machte sie gleich eine Kreuzfahrt mit der Stella Australis nach Feuerland. Zuletzt berichtete sie von Kuelap (dem neuen Cuzco?) und befindet sich gerade im peruanischen […]

  • Antworten Best of Südamerikareise 2018 – Chile & Argentinien – Blog Mio Tours 7. November 2018 at 09:35

    […] bereist. Start war die argentinische Stadt Ushuaia am „Ende der Welt“ und eine 5-tägige Kreuzfahrt mit der Stella Australis zum südlichsten Punkt des Kontinents – Kap Hoorn. Nach 9 Monaten […]

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