Lateinamerika News, MIO TOURS Team

Aktueller Stand Corona in unseren Mio Tours Ländern

Seit der Verkündung der amtlichen weltweiten Reisewarnung am 16. März 2020 sind gefühlt Jahre vergangen, haben sich doch nahezu stündlich die Ereignisse überschlagen. Haben wir zugegebenermaßen vorher den Ernst der Lage noch nicht ganz realisiert, versetzten uns die Maßnahmen der einzelnen Länder, Flugstreichungen und der Anstieg der Fallzahlen von COVID-19 Infizierten in Alarmbereitschaft. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch einige Kunden in Mexiko unterwegs, teils auf einer Gruppenrundreise, in ihrem Badehotel oder mit dem Mietwagen auf der Baja California. Nachdem klar war, dass die meisten Airlines ihren Flugbetrieb auf ein Mindestmaß herunterfahren werden oder gesamt einstellen, bemühten wir uns alle noch Reisenden schnellstmöglich wieder nach Deutschland zu bekommen. Flüge und Reisepläne wurden angepasst und umgebucht und seit heute, 27. März 2020, haben wir alle unsere Kunden wieder im Land. Da die weltweite Reisewarnung nun bis 30. April ausgeweitet wurde (vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird bis mindestens Ende April 2020 gewarnt, da mit starken und weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist), werden auch noch in den kommenden Tagen Umbuchungen (»wer Reisen liebt, verschiebt«) und Stornierungen fällig. Wie es genau weitergeht, ist noch ungewiss…

Wie sieht es denn aktuell in unseren Mio Tours Ländern aus?

In Lateinamerika sind die ersten Coronafälle vergleichsweise spät eingetreten. Dennoch gibt es mittlerweile fast in jedem Land bestätigte Fälle und es ist nicht ganz auszuschließen, dass sich europäische Verhältnisse einstellen werden, wenn die Maßnahmen nicht bald greifen. Erschwerend kommt noch dazu, dass die Gesundheitssysteme in vielen Teilen auf einen solchen Ausnahmezustand nicht vorbereitet sind. Die meisten lateinamerikanischen Länder setzen deshalb seit spätestens Ende vergangener Woche auf schärfere Restriktionen. In Argentinien gilt seit Freitag eine allgemeine Ausgangssperre. In Chile wurde der Katastrophenfall ausgerufen und Ausgangssperren verhängt . Panama, Costa Rica, Peru und Kolumbien setzten alle internationalen Flüge aus. Direktzahlungen an die Ärmsten in Peru, Honduras, El Salvador wurden veranlasst. Ecuador regelt Ausgangsgenehmigungen elektronisch und staffelt Ausgabetermine für Desinfektionsmittel. Reisen in jedes unserer Mio Tours Länder sind also erst einmal ausgesetzt.

Mexiko

Bislang gibt es seitens der mexikanischen Regierung keine Einreisebeschränkungen, allerdings gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amts auch hier. Für Mexiko hat das Auswärtige Amt ein Rückholprogramm für gestrandete deutsche Reisende gestartet, damit sie wieder in ihr Heimatland zurückkehren können. Auch wenn der mexikanische Präsident Lopez Obrador keine verbindlichen Ausgangsbeschränkungen verhängt hat und dafür sowie für seine Haltung zum Corona-Virus scharf kritisiert wird, gibt es trotzdem einige Maßnahmen, die eigenmächtig von Unternehmen, BürgermeisterInnen und den Bürgern umgesetzt wurden. Schulen und Kitas sind geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern werden abgesagt und in vielen Städten schließen Restaurants und Bars. Einige mexikanische Airlines wie z.B. Volaris transportieren auch keine deutschen Gäste mehr, der CHEPE im Kupfer Canyon hat den Betrieb eingestellt. Dennoch zeigt sich Lopez Obrador demonstrativ sorglos und spricht mit keiner Silbe an, dass das Gesundheitssystem in Mexiko auf einen Ausnahmezustand nicht vorbereitet ist. Aktuell sind laut JHU nur 585 Fälle bestätigt, die Dunkelziffer dürfte aber aufgrund mangelnder Testverfahren deutlich höher liegen. Haben sich unsere Partner vor Ort recht lange Zeit hoffnungsvoll gezeigt, gilt nun auch hier: Reisen in das lateinamerikanische Land sind derzeit und zu einem unbestimmten Zeitpunkt nicht möglich. Wie sich die Lage in Mexiko entwickelt, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Es bleibt auch abzuwarten, wie die Regierung auf den sanitären Ausnahmezustand und den wirtschaftlichen Crash reagieren wird.

Guatemala

Guatemala hatte als eines der ersten Länder die Grenzen dicht gemacht. Seit dem 17. März 2020 bis vorerst zum 31. März 2020 bleiben die Grenzen Guatemalas geschlossen. Daneben gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die das öffentliche Leben stark einschränken. Zuletzt wurde eine Ausgangssperre zwischen 16 und 4 Uhr verhängt, vorerst bis zum 29.03.2020. Eine Verlängerung dieser und der vorherigen Maßnahmen ist sehr wahrscheinlich. Rückholflüge aus Guatemala sind für den 29. und 30. März vorgesehen.

Costa Rica

Costa Rica schließt auch die Grenzen für den internationalen Reiseverkehr. Seit dem 18.3.2020, 23h59 bis 12.4. 23h59 dürfen nur noch Costaricanische Staatsbürger oder Leute mit Aufenthaltsstatus nach Costa Rica einreisen.Unsere Partner vor Ort informierten zuletzt, dass die letzten Kunden am 30. März abreisen und danach Costa Rica mindestens bis zum 13. April vom Rest der Welt getrennt sein wird. Es werden keine Bewegungen bis mindestens Ende April erwartet.

Kolumbien

Am heutigen Tag sind laut JHU 491 COVID-19 Fälle in Kolumbien identifiziert. Auch Kolumbien hat relativ schnell auf die Situation reagiert, die Grenzen geschlossen und Maßnahmen umgesetzt. Die kolumbianische Regierung hat im ganzen Land eine allgemeine Ausgangssperre bis zum 13. April verhängt. Lediglich Supermärkte, Apotheken und Krankenhäuser sind geöffnet, und bieten somit so ziemlich die einzige Ausnahme, weswegen das Haus verlassen werden darf. Bis 22. April (aktueller Stand) ist der internationale Flugverkehr komplett eingestellt, d.h. es gibt weder ankommende noch abgehende Flüge. Bis 13. April (aktueller Stand) ist der nationale Flugverkehr komplett eingestellt. In Folge dessen sind natürlich auch die meisten Hotels und touristischen Attraktionen geschlossen.

Bereits seit 16. März 2020 ist eine Einreisesperre für Nicht-Kolumbianer, die keinen festen Wohnsitz in Kolumbien haben, in Kraft. Diese Maßnahme gilt zunächst bis 30. Mai 2020.

Ecuador

Ecuador hat am 16. März 2020 bereits die Grenzen geschlossen und auch den Zugang zu den Galapagos-Inseln eingeschränkt. Zuletzt machte die Bürgermeisterin von Guayaquil auf sich aufmerksam, als sie die Landebahn für einen Rückholflieger von Iberia und KLM blockieren ließ. Mit Ausgangssperre ab 16 Uhr, Sperrstunde und Militärpräsenz versucht die Regierung in Ecuador die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Es gibt einen Einreisestopp für Passagierflugzeuge bis zum 5. April. In Euador gibt es bereits über 1.400 bestätigte Fälle.

Peru

Peru hatte zunächst den Ausnahmezustand bis 30. März 2020 ausgerufen, nun wurde bis zum 12. April verlängert. Die internationalen Grenzen sind geschlossen. Das Haus darf nur für Gänge zum Supermarkt oder zum Arzt verlassen werden. Von 20 bis 5 Uhr gibt es eine landesweite Ausgangssperre. Alle Transportbewegungen im Land wurden unverzüglich eingestellt, weshalb viele Touristen an den verschiedensten Orten im Land gestrandet sind. Unsere Kollegin Ulrike ist am 9. März mit ihrer Familie nach Peru aufgebrochen und berichtete schon an anderer Stelle über ihre häusliche Quarantäne im Andenstaat. Die peruanische Botschaft hat ein Rückholprogramm gestartet, welches aufgrund der Beschränkungen seitens der Regierung mit Schwierigkeiten gestartet ist. Am 25. März lautete aber eine Nachricht der Botschaft folgendermaßen:
»Liebe Landsleute, wir freuen uns sehr, dass in wenigen Stunden die erste Lufthansa-Maschine in Lima landet, um am Donnerstag mit 367 von Ihnen nach Frankfurt zurückzufliegen. Wir konnten auch eine zweite Maschine für diese Woche anmelden, die hoffentlich am Freitag mit der gleichen Anzahl von Passagieren von Lima abheben wird. Die Genehmigung erwarten wir stündlich.«

Wie lange keine Reisen nach Peru mehr stattfinden können, ist auch unklar.

Chile

Seit dem 18. März sind die Grenzen für ausländische Reisende geschlossen (erst einmal für 15 Tage). Chile hat am 19. März den Ausnahmezustand verhängt, es gilt eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und seit dem 26. März eine eine strikte soziale Isolation in einigen Teilen des Landes. In den Gemeinden Lo Barnechea, Vitacura, Las Condes Providencia, Ñuñoa, Santiago und Independencia in der Region Metropolitana gilt ab 22.00 Uhr vom Donnerstag, den 26. März eine 7-tägige vollständige Quarantäne. Alle Anwohner in diesen Gemeinden müssen während der Geltungsdauer dieser Verfügung zu Hause bleiben und dürfen nur ausnahmsweise ihre Wohnsitze vorübergehend verlassen. Ausgangssperren gibt es auch auf der Osterinsel, Insel Chiloé, Stadt Chillán, Puerto Williams und San Pedro de la Paz. Außerdem wurde eine obligatorische Quarantäne für alle chilenischen und ausländischen Reisende verhängt. Es wurde auch bereits jetzt ein Verbot des Anlaufens von Kreuzfahrtschiffen in chilenischen Häfen vom 15. März bis 30. September 2020 angesetzt. Rückholflüge werden auch ab Santiago de Chile organisiert.

Wie geht es nun weiter?

Und so steht unser Geschäft erst einmal still. Aber nicht nur unseres: jeder Partner vor Ort, sei es Hotel, Transportunternehmen, Reiseleiter oder Agentur hat den Betrieb eingestellt, arbeitet aus dem Homeoffice und bangt evtl. um seine Existenz. Nach einem äußerst erfolgreichen Start im ersten Quartal von 2020  gibt es in den nächsten Wochen erst einmal keine Abreisen von Mexico Mio oder Mio Tours Kunden. Wir können zum aktuellen Zeitpunkt nicht einschätzen, wann Reisen in eines unserer Mio Tours Länder wieder möglich sein werden. Bis dahin hoffen wir auf das Verständnis, das Vertrauen und die Unterstützung unserer Kunden. Diese Situation betrifft den gesamten Tourismussektor weltweit und wir hoffen die ungewissen nächsten Wochen und Monate gut zu überstehen und gestärkt aus der Sache hervorzugehen! Wir halten auf jeden Fall über die Entwicklungen auf dem Laufenden und aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig.

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